Stilkunde

Romanik
anno 1000 ­ 1250

Zeit der Franken und Hohenstauffer, Römisches Reich deutscher Nation; erster germanischer Sti; beeinflußt durch römische und byzantinische Vorbilder; Fenster und Türen niedrig mit Rundbögen, klare Gliederung durch Säulen und tiefe Leibungen

Gotik
anno 1250 ­ 1500
Zeit der Städtegründungen, Aufblühen von Handel und Handwerk; Stilwandel beeinflußt durch tiefreligiöses Denken und Streben zu Gott; hohe Fenster; Spitzbögen; fein gegliedertes Maßwerk; Leibungen reich profiliert.

Renaissance
anno 1500 ­ 1600

Zeit der Reformation, der Bauernkriege, Entdeckung Amerikas. Stilwandel beeinflußt durch griechische Philosophie und Streben nach Menschenwürde. Fenster und Türen rechteckig, geschmückt mit dreieckigen oder halbrunden profilierten Giebeln

Barock
anno 1600 ­ 1750

Zeit der Preußenkönige, 30-jähriger Krieg. Stilwandel durch Machtstreben von Adel und Kirche; starker Drang zur Prachtentfaltung. Fensterumrahmungen abgesetzt und profiliert, teilweise gewölbt, mit Schlußstein oder reichverzierten Schmuckgiebeln

Klassizismus
anno 1750 ­ 1850

Zeit der franz. Revolution, Napoleons und der Befreiungskriege. Stilwandel beeinflußt durch die Aufklärungsidee (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit). Fenster rechteckig und klar gegliedert; oft mit renaissanceartigem Giebelaufsatz und Umrahmung.

Neuzeit
ab 1850

Zeit der Technik, Wissenschaft und Industrialisierung/Sozialisierung. Stilwandel beeinflußt durch sachliches Denken, Erfindergeist und beginnendes Maschinenzeitalter. Fenster schmucklos, zweckmäßig, mit großen Glasflächen; oft symetrisch auf der Fassade angeordnet.